Schneeschuhwanderung vom Tegernsee zum Schliersee

By | 20. Januar 2015

Voraussetzungen

  • Schneeschuhe / Tourenski
  • Rückfahrmöglichkeit oder Planung mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • ein wenig Kondition (1000 Höhenmeter bei teils unwegsamen Gelände und Tiefschnee)

Vom Tegernseer zum Schliersee führen viele Wege. Einige davon sind nicht schwer und sehr schön. Eine Möglichkeit möchte ich hier kurz beschreiben. Voraussetzung für den zweiten Teil ist allerdings ausreichend Schnee. Ansonsten empfehle ich, ab dem Gipfel Baumgartenschneid der Beschilderung nach Neuhaus/Schliersee zu folgen.

Gehzeit

Ich bin die Strecke schon in unter 4 Stunden gerannt, habe aber für die 13 Kilometer auch schon über 8 Stunden gebraucht. Damals war ein Meter Neuschnee, in den ich trotz meiner großflächigen Schneeschuhe bis zum Schritt eingesunken bin- auch auf der Forststraße. Die Vollmondnacht damals war wunderschön, und ich habe ziemlich geschwitzt, auch wenn das Wasser in meiner Flasche gefroren war.

Ausgangspunkt

  • Bahnhof Tegernsee

Vom Bahnhof Tegernsee geht es ca. 100 Meter weit hinab bis zur nächsten Einmündung, wo es wieder hinauf in Richtung Gasthaus Schandl geht.
Ab hier hat man die Möglichkeit, einem der beschilderten Wege zum Berggasthaus Galaun zu folgen.

Route

Zum Galaun möchte ich Sie auch hinführen, allerdings über das Pfliegeleck. Dazu biegen wir bei der ersten Straße, die über den Bach führt, nach rechts ab, und laufen wieder ein Stück abwärts, immer am Ortsrand entlang, bei der ersten Möglichkeit links auf einem Wanderweg, bis wir wieder auf eine Straße treffen, wo wir links abbiegen, und wieder der Beschilderung zum Galaun folgen können.

Tegernsee bei Inversionswetter

Tegernsee bei Inversionswetter

Blick vom Pfliegeleck am Tegernsee

Blick vom Pfliegeleck am Tegernsee

Bis zum Pfliegeleck geht es jetzt vorwiegend durch Wald und in Serpentinen hoch. Zwischendurch hat man schöne  Blicke zurück zum See, in die benachbarten Berge, und ab dem Pfliegeleck voraus auf die Baumgartenschneid und den Riederstein samt Kapelle.  Ab dem Pfliegeleck geht man auf einem Bergrücken weiter bis zum Galaun, wo sich neben einer gemütlichen Einkehrmöglichkeit ein schöner Blick auf den Tegernsee und in die benachbarten Berge bietet.

Berge über dem Nebelmeer

Galaun über dem Tegernsee

Hier geht es links hoch zum Riederstein und zur Baumgartenschneid. Stellenweise ist der Weg jetzt recht steil. Einige der schönsten Bergblicke bieten sich vor dem letzten Anstieg zur Baumgartenschneid.

über den Wolken

über den Wolken

Am Gipfelkreuz, wo man eine wunderschöne Fernsicht hat, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Tour fortzusetzen.

Schliersee in der Nebelbrandung

Schliersee in der Nebelbrandung

Baumgartenschneid im Schnee

Baumgartenschneid im Schnee

Mein GPS-Track führt auf ziemlich direktem Weg zum Bahnhof Neuhaus/Fischhausen. Die Route ist allerdings nur bei ziemlich viel Schnee empfehlenswert, weil man sonst ständig über liegende Baumstämme klettern müsste.

Den GPS-Track könnt ihr downloaden, wenn ihr wollt. Einfach den Download-Link unter der Karte anklicken. Kostet nix, und ist ja eigentlich nur eine Textdatei mit ein paar Koordinaten.

Aber auch so ist der Weg nicht kompliziert: Von der Baumgartenschneid gerade weiter zum Lahnenkopf. Der ist fast gleich hoch, aber zwischendurch geht es ein gutes Stück runter.

Lahnenkopf im Schnee über dem Nebelmeer

Lahnenkopf im Schnee über dem Nebelmeer

Berge zwischen Kühzagl-Alm und Schliersee

Berge zwischen Kühzagl-Alm und Schliersee

Von der Gipfellichtung geht es in den Wald, im Prinzip immer geradeaus den Kammrücken entlang bergab, bis man – in der Nähe der Kühzagl-Alm – auf eine Forststraße kommt. Von da aus geht es dann nach Neuhaus. Da geht es dann praktisch geradeaus bergab durch das Dorf bis zum Bahnhof.

Ich halte die Tour für lawinensicher, außer: Hundert Meter vor Neuhaus unterquert die auch gern als Rodelbahn genutzte Forststraße eine steile Rinne, unter der meistens sogar schon eine Lawine liegt. Mit unglücklichem Timing könnte man also gerade zurecht kommen, und buchstäblich auf der Zielgerade abgefangen werden.

Verlaufen kann man sich übrigens auch, da das Forststraßennetz ziemlich verzweigt ist, und man (ich) nie genau weiß, an welcher Stelle genau man vom weglosen Wald auf die Forststraße trifft. Und bei tiefem Schnee ist nicht jede Forststraße zweifelsfrei zu erkennen. Aber mit meinem Track kann da nix passieren 🙂

 

 

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